Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein
Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben. Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse. Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen. Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren, dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert, als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer. Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern, dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt. Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.
Ich erlebe immer weniger Menschen, die so unzufrieden und unmotiviert zu gleich sind, dass sie, scheinbar blind für die eigenen und die Gefühle anderer, agressiv um sich pöbeln, depressiv sind oder gar in ohnmächtige Lithargie verfallen.
Viel mehr fallen mir heute Menschen auf, die sich irgendwann zweier Fragen endgültig gestellt haben:
1. Wieso bin ich nicht zufrieden, obwohl ich es beruflich und /oder materiell und / oder partnerschaftlich zu dem gebracht habe, was ich habe?
2. Wieso erreiche ich nicht das,w as ich erreichen will?
Kommt es gerade nur in Mode, ist es Trend, in sich gekehrt und ökologisch interessiert zu sein?
Oder stellen sich Heute mehr und mehr Menschen einer Frage, der ich als Jugendlicher mal zwischendurch nachgegangen bin, von der ich mich als Erwachsener aber irgendwann für Jahrzehnte abgewandft hatte?
Welche Frage das ist?
Die Frage nach dem Sinn.
Irgendwann hatte ich die Schnauez voll von der Welt, wie ich sie erlebt habe. Ich dachte, es reicht aus, wenn ich mich von diesem oder jenem Menschen trenne; es reicht aus, wenn ich auszuwandere. und so tat ich dies alles.
Für ein paar Jahre schien es auch zu klappen. Doch dann holten mich meine Stukturen wieder ein, die dazu führten, dass ich schon wieder den gleichen Mist erebte.
Ich begann, anfangs unbemerkt, in eine andere Richtugn zu gehen. Und irgendwann war sie wieder da, die Frage nach dem Sinn.
Warum sterben auf der einen Seite Kinder und manche Menschen werden mißhandelt, während andere, scheinbar unbeschadte durch ihr Leben gehen? Warum verschmutzen manche die Welt und beuten sie aus und ander nicht? Warum haben "die da" so viel und ich so wenig? Warum bin ich krank und "der da" gesund?
Warum?
Weil ein "Warum" nie zum Ziel führt?
Irrtum. Auch das "warum" führt zum Ziel. Wenn auch manchmal über Umwege. Die Antwort lag anderswo: Mir war etwas abhanden gekommen, was ich nicht zu brauchen glaubte. Mein Glaube.
Ja, ich dachte auch immer "Glaube" hat etwas mit Gott zu tun. Doch den Glauben, den ich hier meine, der hat etwas mit mir zu tun. Glaubte ich noch an mich, so wie ich es als Kind tat?
Andererseits hielt ich es zu diesem Zeitpunkt für wichtiger, etwas zu "Wissen", anstatt es einfach nur, scheinbar stumpf, zu glauben.
Ich lernte von dem Tag an, dass es so etwas, wie die Unterscheidung von Wissen und Glauben gar nicht gibt. Du weißt selber, dass es für jede These eine Gegenthese, für jeden Beweis einen Gegenbeweis gibt. Du selber hast dich sicher auch schon gefragt,was du eigentlich noch glauben kannst? - und genau da steckt der unbemerkte Haken! Es geht um den Glauben, nicht um das Wissen. Wissen gibt es nicht. Wohl aber Glauben und Erfahrung.
Dem vermeintlichen Wissen bin ich 35 Jahre lang nachgejagt, habe sehr viel gelernt und habe darüber meinen Glauben und meine Zufriedenheit immer mehr zurückgelassen.
Doch neuedings ist das anders. Also neuerdings ist vielelicht untertrieben. Im Grunde ist es seit drei Jahren anders. Seit dem ich mir endgültig die frage gestellt habe:
Was bin ich wirklich zu tun bereit, um die Veränderung zu erleben, die ich haben möchte?
DAS ist die Kernfrage! Wer sie ehrlich mit der Aussage beantwortet "alles", der nimmt sich seinem Leben völlig anders an.
Ich habe auch früher immer schon mit "alles" geantwortet. Doch faktisch war "alles" wohl doch eher wenig.
Nur wer bereit ist, seine Prioritäten aufzugeben, sich dem zuzuwenden, was er bisher unter Umständen sogar als "dummes Zeug" abgeurteilt hat, sich also genau dem Gegenteil zuwendet, was er für erfolgsversprechend hält, der kann auch faktisch eine Veränderung der Resultate, eine Veränderung seiner Erlebnisse erfahren.
Gleiche Mittel führen zu immer gleichen Ergebnissen. Gleiche Prioritäten auch.
Daher forder ich dich gerne auf: Stell dir die Frage nach dem Sinn!
Was hat es für einen Sinn?
Was hat es für einen Sinn, weiter das zu glauben, was du glaubst? Was hat es für einen Sinn, weiter das zu denken, was du denkst? Was hat es für einen Sinn, weiter das zu tun, was du tust?
Ist es der Sinn, den du anstrebst? Oder erlebst du etwas anderes damit?
Wie sagte schon Albert Einstein: "Mit den gleichen Methoden, mit denen wir unsere Probleme erschaffen haben, können wir die Probleme nicht lösen."
Wenn du mit dem, was du für möglich hälst, dein Ziel offensichtlich nicht erreichst oder ihm nur schwerlich näher kommst, stimmt etwas nicht.
Entweder das Ziel ist nicht zu deinem Wohl oder die von dir genutzt Methode taugt nicht dazu, das DU schneller DEIN Ziel erreichst, falls DU es überhaupt DAMIT erreichen kannst.
Löse dich von dem, was du für möglich hältst und lass auch mal Dinge zu, die du für Blödsinn hälst. Egal was andere womit erreicht und nicht erreicht haben. - Oder ist dir das Erreichen deines Zieles das nicht wert?
Liebe Grüße Axel
Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, den ich evtl. gerade verurteile.