Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein
Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben. Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse. Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen. Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren, dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert, als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer. Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern, dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt. Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.
Wenn ich mir bewusst mache, wie gut manche Privatpersonen in der Lage sind ihre Kinder selber zu unterrichten, bzw. privat unterrichten zu lassen und wie das Schulsystem von der "Pius-Brudeschaft" mißbraucht wird um ein mittelalterliches Weltbild aufrechtzuerhalten, da frage ich mich, ob es überhaupt noch eine Darseinsberechtigung für dieses Schulsystem gibt, das zwar Kinder räumlich zusammenbringt doch emotional so oft voneinander trennt; dass Wissen an Stelle von Bildung vermittelt und Egomanes Handeln, z. B. seitens von dem einen oder anderen Politiker, Lehrer, Schülern und auch Elternteilen vor dem Allgemeinnutzen setzt.
Liebe Grüße Axel
Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, den ich evtl. gerade verurteile.
kinder werden systemgerecht geistig und seelisch dem werte gebenden elternhaus durch die ach so gepriesenen ganztagsschulen entwurzelt... und wenn es zu ereignissen wie winnenden kommt, dann liegt urplötzlich die erzieherische verantwortung wieder in den händen der eltern - wann bitte sollen denn eltern ihren aufgaben nachkommen? zwischen 17.30 uhr und mitternacht? oder besser: von 5.00 bis 5.15 uhr, an der schulbushaltestelle?!
immer mehr kinder müssen gerade auch im ländlichen raum schulwege von bis zu anderthalb stunden in kauf nehmen - weil in den heimatdörfern die schulen geschlossen werden und die sogenannte bildung immer mehr zentalisiert wird. oder noch schlimmer, wie gerade jetzt bei uns im dorf - kinder und schulwesen werden für verwaltungspolitische schachzüge mißbraucht.
wie das geht? so:
die stadt sayda bildet seit jahren mit dorfchemnitz eine verwaltungsgemeinschaft und drängt auf einen endgültigen zusammenschluß beider gemeinden. das hat seinen grund: sayda ist hoch verschuldet und darf über den eigenen haushalt nicht selbst entscheiden, hat also einen vormund, einen amtsverweser (wie das schon klingt...). dorfchemnitz dagegen steht finanziell recht solide da - würden wir also eingemeindet, sänke sayda´s pro-kopf-verschuldung so erheblich, daß sie wieder handlungsfähig würden. soweit, so schlecht.
grenzwertige schülerzahlen (unfaßbar, daß klassen "mindeststärken" nachzuweisen haben - welch unfaßlicher bürokatenapparillo hinter all dem steht...)sorgen also in unserem dorf dafür, daß unsere grundschule geschlossen werden soll. dazu kommen brandschutztechnische mängel, doch dazu später. da sich unsere schule sowie die elternschaft über die problematik im klaren sind, wurden vor jahr und tag fünf integrativ-plätze für den kritischen jahrgang beantragt, deren genehmigung bzw. verweigerung von der zuständigen bilungsagentur(!)in chemnitz noch immer nicht vorliegt. warum nur fragt man sich. weil: die schülerzahlen der stadt sayda auf jahre hin absehbar geringer sind als die in dorfchemnitz! nun ist sayda eine stadt. und es geht doch unmöglich, in der stadt die grundschule zu schließen und die kinder auf´s dorf zur schule zu schicken! zur bürgerversammlung zum thema bestätigte der anwesende zuständige mitarbeiter des (anwesenden) landrats, daß auf jeden fall die schule in sayda bestandsschutz habe und diese schule auf jeden fall preferiert würde. ein bürokratischer verwaltungsakt, der systemgewünschtem zentralismus vorschub leistet. denn natürlich (?!) ist die schulzusammenlegung ein weiterer schritt in richtung eingemeindung nach sayda.
woher nun der ärger?
dorfchemnitz ist eine doppelgemeinde aus dorfchemnitz und voigtsdorf. der gemeinderat setzt sich aus sechs voigtsdorfern, sechs dorfchemnitzern, sowie der bürgermeisterin zusammen. die voigtsdorfer haben vor jahren ihre schule verloren und haben an der dorfchemnitzer schule kein interesse. die bürgermeisterin wohnt ebenso in voigtsdorf UND hat eine bezahlte (!) teilzeitstelle bei der stadt sayda.
als sich also der gemeinderat zur abstimmung über die schließung der grundschule zusammenfand, war im vorherein klar, wie das abstimmungsergebnis auszusehen hatte. selbst wenn alle dorfchemnitzer gemeinderäte für den erhalt der schule gestimmt hätten - keine chance.
nun ist der dorfchemnitzer sehr eigen. er läßt sich nämlich nicht alles gefallen und beantragt ein bürgerbegehren (liegt grad in dresden beim anwalt zu prüfung der zulässigkeit) - denn der gewählte gemeinderat handelte nicht nach bürgerwillen. "schließt unsere Schule nicht" steht in großen lettern auf dem plakat vor der schule. zur bürgerversammlung war der gemeindesaal übervoll, auch dank der elterninitiative.
zur sprache kamen auch die brandschutztechnischen mängel - fehlende rettungstreppe, 8 brandschutztüren, umbauten wie entfernen von decken- und wandpaneelen, auslagerung der garderoben vom eingangsbereich in die klassenräume... laut bürgermeisterin kostenpunkt: zwischen sage und schreibe 250 000 bis 400 000 €!!!
was für ein unsinn! unmut bei den eltern und anwesenden. dieses dorf hat in eigenleistung (14 700 arbeitsstunden) den dorfgasthof erneuert und bei der handwerkerdichte in unserem dorfe sind sich alle darüber im klaren, daß da sehr viel selbst gemacht werden kann. die meisten halten diesen "bürgermeisterlichen kostenvoranschlag" für ein mittel, die gemeinde zur schulschließung zu überreden - ein kredit in der veranschlagten höhe würde die gemeindemittel auf jahre binden und keine weiteren maßnahmen im dorf zulassen! angst!!! da überlegt sich vielleicht mancher beim bürgerbegehren nochmal wo er sein kreuzel macht!
laßt doch einfach die schule UND die kirche im dorf!