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Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein

Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben.
Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse.
Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen.
Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren,
dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert,
als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer.
Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern,
dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt.
Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger
mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.

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Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 62 mal aufgerufen
 Bewusstseinswandel
Axel Dörken Offline


Beiträge: 879


17.02.2009 10:03
Was ist Wissen? antworten

Guten Morgen!

Es gibt Menschen, die glauben nicht, dass sie glauben. Sie behaupten, dass sie überhaupt nicht glauben. Manche sind sogar so borniert, dass sie sich der Art äußern, dass Menschen, die glauben, dumm sind. - So etwas beurteile ich als "zu weit aus dem Fenster gelehnt", da jeder Mensch glaubt. Die einen sind sich dessen bewusst und die anderen sind geistig zu eingeschränkt, um es sich bewusst zu machen.

Wonach entscheidet sich die Qualität des Wissens eigentlich? Im Heutigen Newsletter von changeX lass ich einen Beitrag von Ulf D. Posé.

Die Qualität des Wissens unterscheidet er nach:

1. Urteilskompetenz versucht, Irrtümer und Täuschungen zu minimieren. Ein urteilsinkompetenter Mensch ist ein Dogmatiker.

2. Alles, was uns sinnvoll, nützlich und brauchbar erscheint, kann auch unnütz, unbrauchbar und unsinnig sein. Ein Mensch, der nicht das Gegenteil einer Sache mit einbezieht, ist urteilsinkompetent.

3. Ein urteilskompetenter Mensch stellt Selbstverständlichkeiten infrage. Ein Mensch, der im Käfig seiner Wahrheiten thront und diese als für immer richtig und sinnvoll erachtet, ist urteilsinkompetent. Der urteilskompetente Mensch hingegen weiß, dass seine Selbstverständlichkeiten nur für ihn selbst verpflichtend sind. Niemand hat das Recht, diese Verbindlichkeiten auf andere Menschen zu übertragen und für sie verpflichtend zu machen.

4. Ein urteilskompetenter Mensch kann differenzieren. Gleichzeitig ist er in der Lage, das Wesentliche komplexer Sachverhalte zu erkennen. Der urteilsinkompetente Mensch hingegen verliert sich in komplexen Sachverhalten.

5. Der urteilskompetente Mensch denkt in Alternativen. Es gibt für ihn zu jeder Vorgehensweise auch noch eine andere Möglichkeit. Der urteilsinkompetente Mensch denkt nicht alternativ, sondern adversativ. Ihm ist es wichtig, etwas zu widerlegen. In nicht wenigen Unternehmen sind die Meetings und Konferenzen geprägt durch adversatives Denken: Mitarbeiter wollen sich gegenseitig widerlegen - nicht herausfinden, was in dieser oder jener Sache weiterführt.

6. Ein urteilskompetenter Mensch versucht, sich auf die Wertvorstellungen, Erwartungen, Interessen und Bedürfnisse anderer Menschen einzustellen. Der urteilsinkompetente Mensch überträgt seine Werte, Erwartungen, Bedürfnisse und Interessen auf andere: Er macht diese für andere verpflichtend.


Auch interessant ist seine Einstellung zu den unterschiedlichen Bereichen des Wissens:

1. Informations- oder Sachwissen: Wie groß ist die Erde? Wie viel ist der Euro wert? Und welche Kriterien müssen bei der Delegation einer Aufgabe eingehalten werden? All das ist Informationswissen.

2. Erfahrungswissen: Wenn ich meine Finger an eine Flamme halte, dann verbrenne ich mich.

3. Gewohnheitswissen: Ich weiß, wie man ein Butterbrot schmiert und ein Auto fährt.

4. Lebenswissen: Hier spielt sich die Urteilskompetenz ab. Sie hat also nicht zwingend etwas mit Gewohnheiten, Erfahrungen oder Informationsständen zu tun, sondern mit dem Wissen um das Leben. Urteilskompetenz hat nicht zwingend etwas mit dem Alter zu tun.

Er kommt auch zu der Feststellung: "Urteilskompetenz gibt sich nicht mit Expertenwissen zufrieden. Urteilskompetenz bedeutet vielmehr, dieses Wissen auch angemessen einsetzen zu können. Leider geben sich nicht wenige Menschen ausschließlich mit Informationen zufrieden. "

Denkwürdig auch sein Zitat des Österreichers Paul Feyerabend: "Eine Demokratie ist eine Versammlung von reifen Menschen und nicht eine Versammlung von Schafen, geleitet von einer kleinen Gruppe von Besserwissern. Reife fällt nicht vom Himmel, Reife muss erworben werden. Sie wird erworben durch Übernahme und Ausübung der Verantwortlichkeit für alle wichtigen Ereignisse und Entscheidungen im Staatswesen. Reife ist wichtiger als Spezialwissen, denn sie entscheidet über die Anwendung und Tragweite solchen Wissens. Ein Wissenschaftler nimmt natürlich an, dass nichts besser ist als die Wissenschaft. Die Bürger einer Demokratie können bei einem solchen frommen Glauben nicht stehen bleiben. Die Teilnahme von Laien an grundlegenden Beschlüssen ist selbst dann geboten, wenn sie die Erfolgsrate dieser Beschlüsse herabsetzt."

Ulf D. Posé, ein Name, den sich zu merken lohnt, wie mir scheint.


Liebe Grüße
Axel



Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, den ich evtl. gerade verurteile.

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