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Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein

Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben.
Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse.
Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen.
Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren,
dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert,
als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer.
Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern,
dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt.
Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger
mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.

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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 105 mal aufgerufen
 Sinnfindung
Kiowa Offline


Beiträge: 123

20.02.2009 16:27
Was steckt in uns ? antworten

Potential S.1
Es ist uns soviel möglich - wir müssen es nur entdecken !

Wir alle haben eine Freiheit von Geburt an - die Freiheit Entscheidungen zu treffen

In jedem Menschen steckt das Potential, in sich selbst eine atemberaubende und phantastische Welt zu entdecken und sie voller Abenteuerlust zu erkunden. Doch nur wenige Menschen nutzen dieses Potential, das ihnen bereits von Mutter Natur, vom Geist der Evolution, in die Wiege gelegt wurde.
Wir sind Riesen, die von Zwergen erzogen worden sind, und haben es uns zur Gewohnheit gemacht, uns selbst dauernd einzureden, es stünde uns nicht zu, uns aus der Wurmperspektive zu erheben, uns von der Raupe zur Larve zu verpuppen, um dann schließlich das larvale Stadium zu verlassen und uns als Schmetterling auf in die Lüfte zu schwingen, um von dort aus auf die Welt herabzuschauen und das Leben aus einer höheren Perspektive zu betrachten.
Wir konkurrieren mit den Wanzen anstatt über grüne Wiesen zu tänzeln und den Sommer zu genießen. Wir leiden lieber an Allergien und pflegen unser Unwohlsein, ertragen den grenzenlosen Stumpfsinn unserer Städtekästen und fühlen uns abgeschnitten und einsam, wie Rosen, denen man die Dornen weggezüchtet hat, in Industriegefertigte Vasen gesteckt, in denen sich aus dem Wasser trübe Tümpel bilden.
Wir duften selbst nicht mehr, sondern schaffen aromatisierte Surrogate, erklären die Landkarte zum Land. Den Baum des Lebens erklettern wir nicht, und an dem Baum des Wissens reiben wir uns wie die Schweine, suhlen uns im Morast unserer Egozentrik und schrecken ab und an auf, wenn einer unserer Artgenossen mit dem Bolzenschussgerät niedergestreckt und zur Schlachtung abtransportiert wird.
Wir erleben keine Wunder mehr. Alles ist machbar, aber nichts ist wunderbar. Alles muss rasch gehen. Wir hetzen von der Arbeit nach Hause, um dann im Fernsehsessel die Zeit totzuschlagen. In ungeliebter Währung werten wir uns ab und auf. Status? So gut wie tot, vollautomatisiert und elektrifiziert.
Wir sind die realen Tamagotchis, und unsere Langzeitbatterien halten nicht ewig, und die Entsorgung unterliegt rigiden Bestimmungen und ist alles andere als kostenlos. Billig zwar, jedoch nicht preiswert.
Allesamt sind wir permanent auf Schnäppchenjagd, weil wir glauben, es gäbe nichts von Rang, sobald es kostenlos ist. Qualität hat nun mal ihren Preis, doch den wollen wir nicht bezahlen. So wenig, wie wir unsere Rechnungen begleichen wollen. Wir flüchten vor den Gläubigern und Gläubigen, weil wir unseren Lebenssinn nicht finden können.

Potential S.2

Was wir nicht finden, das gibt es nicht; und was es nicht gibt, das braucht man nicht zu suchen. Es hilft ja alles nichts. Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner ist die Devise. Ich kann mir nicht helfen, aber... die Ausrede, warum sich niemals etwas ändert.
Die Ausrede ist die Regel, doch Sprachlosigkeit die Ausnahme. Unsere Sprache ist bedeutungslos und redundant, eine nicht enden wollende Schleife innerhalb des linearen Ablaufs. Ein Paradoxon ohne Ausweg, doch mehr und mehr auf Abwege geratend.
Wir züchten unsere Wünsche und Begehrlichkeiten, zähmen unsere Leiden, um sie, mit Maulkörben versehen, an der Leine der Hoffnungslosigkeit spazieren zu führen, vorbei an Auslagen hinter dickem Panzerglas, abgesichert, in öden Einkaufsstraßen.
Unsere kleine Egos schreien Zeter und Mordio, und gern würden wir uns hier und da von der Brücke stürzen, wenn es nicht so anstrengend wäre, die Brüstung zu erklimmen. Die Industrie der lebenserhaltenden Geräte – Medizin genannt – schreckt uns ab, denn sie ist fast schon ein Garant in unserer technologisch fortgeschrittenen Zeit dafür, dass auch Tote überleben. Das ängstigt uns.
Wir überleben. Und wenn wir leben, dann lediglich über unsere Verhältnisse. Relativität ist unsere Lebensphilosophie, gerade wenn wir uns absolut beschissen fühlen. Meistens fühlen wir uns gar nicht oder bestenfalls unbestimmt.
Blind und unbestimmt, so sind wir alle, so handeln wir und erstellen uns Pläne, um uns zu suggerieren, wir hätten eine Zielgerichtetheit. Der Weg ist steinig, voller Hürden, auch die beste Asphaltierung nutzt da nichts, denn wir bremsen uns gegenseitig aus.
Wer will auch schon gern aus der Kurve fliegen?! Dann besser weiter geradeaus, schnurstracks die Straße lang und bloß nicht anhalten, denn das könnte zum innehalten führen.
Und Innen ist es still, darum übertönen wir das Innenleben mit äußerem Lärm. Innen verbirgt sich die wesentliche Identität. Das ist unsere Krise. Unser Krisenpotential. Es steckt in jedem Menschen, dieses Potential zum Menschen, doch - traurig, aber wahr - gar zu selten wird es auch genutzt.

Unter allen Fährten dieser Welt, zählt die am meisten, die zum WAHREN MENSCHSEIN führt !

Angefügte Bilder:
08 - Strasse ins Licht.jpg   05 - Strand.jpg   41 - Geburt der Zeit.jpg  
Axel Dörken Offline


Beiträge: 879


21.02.2009 15:38
#2 RE: Was steckt in uns ? antworten

Hai!

Ich hätte wahrscheinlich weniger krasse Worte und keine endgültigen Formulierungen gewählt, im Sinn stimme ich absolut zu.

Liebe Grüße
Axel

Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, den ich evtl. gerade verurteile.

Kathrin Offline


Beiträge: 16


25.06.2009 02:58
#3 RE: Was steckt in uns ? antworten

Jau, stimme absolut zu! Sehr treffend formuliert!

DANKE für die Ausführung! Freu mich auf weitere dieser Art! ;-)

Liebe Grüße,
Kathrin

Axel Dörken Offline


Beiträge: 879


25.06.2009 10:23
#4 RE: Was steckt in uns ? antworten

Hai Roy,

wie ich glaube hast du den Artikel völlig praktisch umgeschrieben, oder?

Gefällt mir sehr gut! Scheint mir ein völlig anderer Roy zu sein als der, von dem ich bisher las.

Super!

Danke!

Liebe Grüße
Axel

Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, der gerade verurteilt wird.

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