Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein
Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben. Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse. Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen. Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren, dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert, als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer. Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern, dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt. Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.
In dem Thema, um das es meines Erachtens nach in dieser Reihe geben "soll", bin ich noch fast absoluter Schüler. Was ich kann, ist die Systeme zu unterscheiden in Patriarchat, laut Wikipedia: Patriarchat steht:
* in der Soziologie für das Vorrecht der Männer, siehe Patriarchat (Soziologie) – dort auch zur Wortherkunft * im Alten Testament die Summe der dort genannten Führer des Volkes Israel, siehe Erzväter * in der katholischen und orthodoxen Kirche Würde und Amtsbereich eines Patriarchen, siehe Patriarchat (Kirche) * in der jüdischen Geschichte Palästinas der Amtsbereich eines Patriarchen, siehe Patriarchat (jüdisch)
und Matriarchat, laut Wikipedia: Das Matriarchat (von lat. mater „Mutter“, und griech. arché „Beginn, Ursprung“, auch „Herrschaft“) ist eine gynozentrische Gesellschaftsstruktur, in der je nach verwendeter Definition entweder Frauen die Macht innehaben oder die frauenzentriert ist, die Gesellschaftsordnung also um die Frauen herum organisiert ist. Außer dem Begriff Matriarchat sind für die zweite Bedeutung folgende Begriffe gebräuchlich: mutterrechtlich oder gynaikokratisch (Johann Jakob Bachofen), matrizentrisch oder matristisch (Wilhelm Reich, Humberto Maturana), matrifokal oder gylanisch (Riane Eisler).
Die verwandtschaftsethnologischen Begriffe matrilinear, matrilokal und uxorilokal beschreiben vor allem die Abstammungs- und Wohnsitzregeln. Begrifflich wird oft nicht unterschieden zwischen der zentralen Stellung von Müttern und der zentralen Stellung von Frauen.
Für Vertreterinnen der Frauenbewegung, insbesondere des differentialistischen Zweiges, bedeutet das Matriarchat im besonderen eine Zeit der Ur- und Frühgeschichte, in der die Frauen kulturschöpferisch und prägend gewesen sind, aber nicht geherrscht haben. Es besteht demgegenüber heute bei Historikern wie bei Feministinnen Einigkeit darüber, dass es Gesellschaften mit Frauenherrschaft - im Sinne eines umgedrehten Patriarchats - nicht gegeben hat.
Die Anfänge der Matriarchatsforschung entstammen dem 19. Jahrhundert. Bei einigen Matriarchatstheorien werden hypothetische und gelegentlich sogar fantastische Elemente mit historischen Tatsachen verbunden. Seit den 1970er Jahren wurden sie vor allem von Heide Göttner-Abendroth auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Der Begriff Matriarchat wird manchmal wertend verwendet und hat dann auch eine politische Bedeutung.
Ein hilfreicher Buchtipp scheint mir das Buch: "Der Weg zu einer egalitären Gesellschaft", geschrieben von Heide Göttner-Abendroth und mir empfohlen von Maya S. Welten, zu deren Seite auch der folgende Link führt: http://art-in-dialog.de/blog/?p=124
Ich hab mich vor einiger Zeit intensiv mit dem Thema Matriarchat beschäftigt und hab vor allem hier: http://www.matriarchat.info/index.php zahlreiche Infos bekommen!
Was ich wichtig finde (ist auf der Seite zu lesen, find ich sehr schlüssig):
Der Begriff Matriarchat ist eine Nachbildung aus dem 19. Jahrhundert und entspricht etymologisch Bezeichnungen wie Patriarchat, Monarchie, Hierarchie usw. (griechisch mêtêr Mutter, und archê Anfang, Ursprung, Erstes, in der Neuzeit auch Herrschaft; matri-archat = mütterlicher Ursprung, vgl. Urprinzip).
Als die ersten Ethnologen und Matriarchatsforscher begannen, sich mit Völkern zu beschäftigen, die Matrilokalität und Matrilinearität aufwiesen, zogen sie fälschlicherweise den Schluss, dass Mütter die Herrscherinnen sind, analog zu ihrer eigenen patriarchalen Kultur. Die Matriarchatsforschung stellte diesen Fehlschluss in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts richtig und erforscht seitdem dieses Feld.
In der Wissenschaft wird der Begriff Matriarchat beibehalten, obwohl er manchmal als "Mutterherrschaft" oder "Frauenherrschaft" missinterpretiert wird; beides hat es nach heutigem Forschungsstand nie gegeben. Matriarchat wird heute im Sinn von "mütterlicher Anfang", Beginn eines Kreislaufs, verwendet, weil diese Gesellschaften von einer zyklischen Weltsicht geprägt sind im Unterschied zu unserer linearen.
Es gibt übrigens heute noch Menschen die im Matriarchat leben! Ich sah mal nen Bericht im Fernsehen! In Asien, oben rechts in/bei Indien (klasse Beschreibung, was?!) war´s glaub ich! Möglicherweise auch noch woanders, wer das schon so genau!
Wichtig finde ich bei diesem Thema zu erwähnen, das die (katholische) Kirche eine entscheidene Rolle gespielt hat, das der Wandel vom Matriarchat zum Patriarchat vollzogen wurde!
Allerdings anscheinend auch viele Männer, die nicht mehr im Matriarchat leben wollten! Es gibt wohl Parallelen zu der Emanzipation der Frauen in der Neuzeit!
Ich denk es ist nicht das "nonplusultra", aber ich finde es gut zu wissen das es mal was anderes als das Patriarchat gab! Was ja gleichzeitig bedeutet: es kann wieder was ganz anderes kommen! (Hm, grad denk ich, was für mich beruhigend klingt, macht anderen bestimmt Angst!)
Hab zu diesem Thema einige interessante Seiten gefunden, hier ein Zitat von Claudia von Werlhof (Diskriminierung der Matriarchatsforschung), darunter die Links zu den Seiten!
Der Zusammenhang von Gewalt und Geschlecht ist jedenfalls immer an eine Herrschaftsform gebunden, weil Herrschaft als eine solche von Männern über Frauen entstanden ist und weiter be- und entsteht.
Gewalt ist historisch Männergewalt, und Herrschaft ist historisch Männerherrschaft, und sie ist es zu 90% immer noch.
Herrschaft und Gewalt sind männliche Erfindungen, aber nicht von Natur, sondern von Kultur aus: Sie sind Erfindungen von Männern im Patriarchat. Von Männern im Matriarchat wird nichts dergleichen berichtet, im Gegenteil, gerade ihnen scheint nichts ferner zu liegen als ein Herrschaftsgedanke, geschweige denn eine entsprechende Praxis.
Eine Gedankengang der mir kam als ich dem "Geolink" folgte... da steht das die Frauen (im Beruf) auf jeden Fall mehr leisten müssen als Männer. Klar, das kann man so sehen und das tun sehr viele! Generell denk ich aber das dies ein Vermächtnis der Emanzipation ist und nicht des Patriarchat! Frauen definieren sich und ihre Rolle häufig über die Männer, bzw messen sich an/mit Ihnen, grad im Berufsleben. Sie wollen die gleiche Position inne haben und gehen dafür oft "männliche" Wege.
Merkwürdig das die Emanzipation im Kern so wenig weibliches hat...
Hm, ich will nochmal drauf hinweisen, das nicht der Mann allein Herrschaft und Gewalt "erfunden" hat, sondern das die Kirche maßgeblich beteiligt war! Nun gut, da haben natürlich auch "nur" Menschen und wahrscheinlich Männer hinter gesteckt...! ;-)
Als "Emanze" bezeichne ich im Übrigen nicht die emanzipierte Frau, sondern jene, die meint sich als solche gebären zu müssen, womit sie, meiner Meinung nach, zum Ausdruck bringt, dass sie es gerade nicht ist. emanzipiert, meine ich.
Liebe Grüße Axel
Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, der gerade verurteilt wird.
Hm, ich denk schon das in jeder Person weibliche + männliche Anteile vorhanden sind! Die Zusammensetzung ist jedesmal unterschiedlich! Siehst Du es anders Axel?