Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

 

Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein

Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben.
Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse.
Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen.
Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren,
dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert,
als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer.
Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern,
dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt.
Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger
mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 383 mal aufgerufen
 Bundestagswahl 2009
Kiowa Offline


Beiträge: 123

22.07.2009 13:52
Bundestagswahl 2009 - CDU antworten

Moin

Blanker Zynismus der Bundeskanzlerin gegenüber sozial Schwachen

Das hab ich in der Berliner Umschau vom 20. 07. 2009 gefunden. - Es verschlägt mir die Sprache!

Union will nach der Bundestagswahl Zwangsarbeitsdienst gesetzlich einführen

Von Charles Duremont

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt es kategorisch ab, die Hartz-IV-Regelsätze zu erhöhen. Wir müssen aufpassen, dass derjenige, der den ganzen Tag arbeitet, zum Schluss mehr Geld hat als wenn er nicht arbeitet, sagte Merkel in einem von Jugendlichen geführten Interview in der gestrigen Ausgabe der "Welt am Sonntag" zum Thema Gerechtigkeit kinderleicht.

In diesem Zusammenhang hat der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, Oskar Lafontaine der Kanzlerin Zynismus vorgeworfen. Lafontaine: "Die Bundeskanzlerin ist zynisch. Ihre Erklärung, der Hartz IV-Satz könne nicht erhöht werden, da diejenigen, die arbeiten, mehr bekommen müssten, als diejenigen, die nicht arbeiteten, ist unlogisch. Gerade die Bundeskanzlerin trägt durch die Verweigerung des gesetzlichen Mindestlohns Verantwortung dafür, dass in Deutschland Löhne von drei bis vier Euro gezahlt werden und Menschen, die jeden Tag acht Stunden arbeiten, zusätzlich noch Hartz IV beziehen müssen. Notwendig wäre es gerade jetzt, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, der sich an Frankreich (zurzeit 8,82 Euro) oder Luxemburg (zurzeit 11,67 Euro) orientiert, so Lafontaine

Für Hartz IV Bezieher wird aber nach der Bundestagswahl der gesellschaftspolitische Amoklauf weitergehen. Sollten CDU/CSU und FDP, woran derzeit niemand zweifelt, die künftige Bundesregierung bilden, drohen noch mehr Blut, Schweiß und Tränen auf diejenigen zuzukommen, die heute bereits unter dem Existenzminimum ihr Dasein fristen. Die FDP sagt bereits jetzt offen, dass die Regelsätze um 30 Prozent gekürzt werden sollen.

Auch die Union ist der Auffassung, dass der ALG II Regelsatz zu hoch ist. Hier ist allerdings ein filigraneres und somit auch weit zynischeres Vorgehen geplant. CDU/CSU wollen laut ihrem Regierungsprogramm für ALG II Empfänger sogenannte "Anreize zur Arbeit" schaffen, die nichts weiter beinhalten, als dass die bereits lange geplante Abschaffung der Freibeträge für Zusatzverdienste von rund 100 Euro Brutto auch noch ersatzlos gestrichen werden.
Damit jedoch noch nicht genug. Die Pflicht zur Gegenleistung für das stattliche Almosen soll nach dem Willen der Union gesetzlich verankert werden, was nichts weiter bedeutet, dass Hartz IV Empfängerinnen und Empfänger in Zukunft ihre Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung zu stellen haben, ansonsten werde ihnen sämtliche Leistungen ersatzlos gestrichen. Die immer noch auf dem Papier stehende Verpflichtung einer Gemeinnützigkeit bei den 1 Euro Jobs soll dabei ebenfalls komplett wegfallen und die Hartz IV Bezieher sollen, ebenfalls nach dem Willen der Union, auch in der Privatwirtschaft eingesetzt werden können.

Hierdurch wird nicht nur ein gesetzlich verankerter Zwangsarbeitsdienst eingeführt, sondern auch dem weiteren Lohndumping sämtliche Türen weit offen gehalten. Die Bundesrepublik Deutschland hat zwar das Abkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen ratifiziert, jedoch mit der Einführung von Hartz IV schert sich keine Regierung hierzulande mehr darum. In Artikel 2 des ILO-Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeiten wird präzise definiert, dass "jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat" ausdrücklich verboten sind, und zwar sowohl nach Artikel 8 III des internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte (in Deutschland in Kraft getreten am 23. März 1976) als auch nach den ILO-Übereinkommen Nummer 29 und Nummer 105 über die Abschaffung von Zwangsarbeit vom 5. Juni 1957. Ausgenommen sind danach ausdrücklich nur Arbeitspflichten im Rahmen des Militärdienstes, im Katastrophenfall oder Arbeitspflichten, die auf einem Strafurteil basieren.

Hinter den Plänen der Union, Zwangsarbeit und moderne Sklaverei wieder einzuführen stecken sowohl die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die nach eigenem Bekunden allen Ballast, der die Wirtschaft belastet, über Bord werfen will, als auch das Institut für Wirtschaftsforschung (IFO). Unter dem Begriff "Workfare" hat diese Interessengemeinschaft der Wirtschaft das Modell entwickelt, wonach künftig das ALG II verbindlich an die Aufnahme eines 1 Euro-Zwangsjobs gekoppelt werden soll. Ein gekürzter Hartz IV Regelsatz soll demnach als sogenannter Grund oder Basislohn dienen, den die Almosenempfänger dann, wollen sie nicht elend verrecken, durch Zwangsarbeit aufstocken müssen.

Es zeigt sich mal wieder allzu deutlich, die Union ist der Handlanger einer von sämtlichen sozialen Grundstandarts losgelösten Politik des raffenden Kapitals. Von sozialer Marktwirtschaft, wie sie einst von deren Erfinder Oswald von Nell-Breuning konzipiert wurde, ist die Union weiter entfernt, als die Erde vom Mond. Oskar Lafontaine hat somit recht, wenn er die Einführung eines Mindestlohns am Standard Luxembourgs fordert. Klar muss jedoch auch sein, dieser Mindestlohn darf nicht via Hintertür wieder durch 1. Euro Zwangsarbeitsjobs unterlaufen werden. Um dies zu verhindern werden vor allem die Gewerkschaften mit ganzer Kraft gefordert sein. Aber auch die Wählerinnen und Wähler können darüber am Wahltag abstimmen, ob die Unionspläne künftig Realität werden, oder ob der geplante zynische Cup der Union und ihrer Think Thanks, die heute noch tariflich entlohnten Facharbeiterinnen und Facharbeiter, morgen schon zu 1 Euro Sklaven am gleichen Arbeitsplatz degradieren werden.

Veröffentlicht: 20. Juli 2009 Berliner Umschau

http://www.berlinerumschau.com/index.php...olitikDuremont1

Kiowa

Unter allen Fährten dieser Welt, zählt die am meisten, die zum WAHREN MENSCHSEIN führt !

Axel Dörken Offline


Beiträge: 879


23.07.2009 12:26
#2 RE: Bundestagswahl 2009 - CDU antworten

Hallo Roy!

Toller Beitrag! Danke!
Habe ihn gerne gelesen! Weiter so.

Liebe Grüße
Axel

Bildung ist...
Unmögliches als möglich zu erachten.

Wer sich bewegt kann mehr ändern, als der, der nur lamentiert und weiter mit sich machen lässt.

Axel Dörken Offline


Beiträge: 879


18.08.2009 14:28
#3 RE: Bundestagswahl 2009 - CDU antworten

Hai!

"Der gute Zwerg", zweitliebste Politiker der Bürger deises Landes - wen fragen die eigentlich solche Dinge? - hat wieder Laut gemacht.

Ohne weiteren Kommentar:
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/a...kommentare/1/1/

Liebe Grüße
Axel



Magst du meine Kandidatur unterstützen?

Spendenkonto:
Kt.: 220 441 55 BLZ: 478 500 65 Sparkasse Gütersloh

Axel Dörken Offline


Beiträge: 879


19.09.2009 18:20
#4 Herr von Guttenberg antworten

Guten Abend!

Lapsus oder nicht?

In Osnabrück sagte Herr von guttenberg, wenn ich mich recht entsinne, dass er sich als ein zweiter "Erhard" sähe. Und nun las ich, dass ein Guttenberg damals Erhard stürzte:
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=6&item=4077

Liebe Grüße
Axel



Magst du meine Kandidatur unterstützen?

Spendenkonto:
Kt.: 220 441 55 BLZ: 478 500 65 Sparkasse Gütersloh

Axel Dörken Offline


Beiträge: 879


19.09.2009 18:34
#5 Die CDU im Allgemeinen antworten

Hai!

Auch toll:
http://cicero.de/97.php?ress_id=7&item=4259

Liebe Grüße
Axel



Magst du meine Kandidatur unterstützen?

Spendenkonto:
Kt.: 220 441 55 BLZ: 478 500 65 Sparkasse Gütersloh

 Sprung  
Xobor Forum Software ©Homepagemodules.de | Forum erstellen