Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein
Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben. Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse. Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen. Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren, dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert, als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer. Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern, dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt. Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.
soeben habe ich mich wiede reinmal in Rage geschrieben. Ein taz-Artikel, der es meines Erachtens nach nicht wert ist hier veröffentlicht zu werden und der sich mit dem so genannten "schickedanz-Syndrom" befasst hat, ist, neben meiner Einstellung, die Ursache meiner Emotionen.
Beim Schiekdanz-Syndorm soll es sich laut taz-Artikel um das Phänomen bei Reichen handeln, welches beinhaltet, dass sie Angst vorm Abstieg haben.
Zu blöd, dass das nicht nur Reiche betrifft, sondern jeden von uns der seinen Lebensstandard halten will. hier wird polemisch wieder einmal mehr getrennt, was zusammen gehört:
Wir haben alle die gleichen "Probleme" (Aufgaben)!
Mein Kommentar zu diesem taz-Artikel:
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Ich kann es kaum glauben. Ist die Autorin tatsächlich so borniert, zu glauben, dass das Schickedanz-Syndrom sich nur auf "die Reichen" bezieht und nicht auch für "die Armen" gilt?
Das so genannte "Schickedanz-Syndrom", Angst vor dem Abstieg, ist die Umkehrung des Prinzips, wieso diese Welt existiert. Zu dem gewroden, was sie ist, ist sie faktisch auch wegen des so genannten "Schuckedanz-Syndroms". aber eben wegen des Schickedanz-Syndroms der meißten Menschen!
Da diese Gruppe, die meißten Menschen, lieber zusieht und andere sogar notfalls sogar verrecken (15.Millionen Hungertote im Jahr) lässt, ist diese Not innerhalb der Menschheit noch vorhanden, obwohl wir schon lange die Möglichkeit haben sie abzuwenden.
Doch was schrieb ich. so begreifst du nicht, dass auch bdu gemeint bist. Also:
Gehörst du zu den Menchen, die sich, wenigstens manchmal, nicht für andere einsetzen, aus Angst den eigenen Status zu riskieren?
Ich erlebe so viele Menschen, die aus allen Vermögensschichten kommen und sich exakt deswegen taub, blind und stumm, wenn nicht gar tot stellen.
Seit 40 Jahren werden panzerbrechende Geschosse verwendet, die radioaktiv verseuchend wirken. Seit Jahren ist der Nachweis erbracht, dass in Kriegsgebieten, wie dem Irak, fehlentwickelte Kinder geboren werden (http://www.nuoviso.tv/krieg-und-frieden/...ersprechen.html). Jeder Soldat in Afghanistan, auch der Deutsche, hat die radioaktive Strahlung mitbekommen! Viele von ihnen in einem Ausmaß, dass auch ihre Gene geschädigt sind. Auch sie werden Kinder bekommen. Vielleicht ist es dann endlich so weit, dass das Schickedanz-Syndrom überwunden wird und solche Aspekte von den Mainstream-Medien und der taz thematisiert werden.
Schickedanz-Syndrom, Dienstwagen-Affäre, Guttenberg-Papier... Nee. schon klar: Es gibt wahrlich nichts Wichtigeres als solch einen, von den wahren Aufgaben ablenkenden, Journalismus.
Doch wird eben auch dieser Journalismus nur dadurch ermöglicht, dass solche Beiträge wunderbar geeignet sind vom eigenen Problem und Defizit des Lesers abzulenken.
Wieso sich mit dem eigenen Selbstbewusstsein, der eigenen Denke, der eigenen Meinung, der eigenen Handlungsweise befassen und dabei möglicherweise das Sabotierende darin aufdecken, wenn ich mich mit solch „wichtigen“ Dingen befassen kann, wie andere zu verurteilen, damit ich selber besser dastehe?
Schickedanz-Syndrom... Ja, der Mensch beging den tragischen Fehler, dies Prinzip des "Gemeinsam erreichen wir mehr“, dem modernen Gott der Menschen zu opfern.
Anstatt sich gemeinsam für das Fortbestehen der Art und der Welt, wie auch der Reduktion von Hunger und Not, Kriegen und ungewollter Menschenarbeit einzusetzen, geht es für die Meißten von uns nur noch um Macht und Möglichkeiten, durch welche die eigene Unfähigkeit mit Geld kompensiert werden soll.
Was dabei nicht begriffen, wohl aber mehrfach Gegenstand von Studien war: „Ein gesundes Selbstbewusstsein braucht keine Macht und kein Geld um zum Ausdruck zu kommen.“ und „Das Maß der Zufriedenheit nimmt mit dem Maß an Wohlstand überproportional ab.“.
Will heißen: Das erste Auto, die erste Wohnung erzielt so viel Wohlgefühl, dass es von keinem weiteren Auto und keiner weiteren Wohnung getoppt werden kann.
Und irgendwann sind wir emotional abhängig von dem Wunsch nach mehr. So abhängig, dass wir nicht mehr erkennen (wollen), dass alles auf dieser Welt einer Begrenzung unterliegt. Also auch unser Wohlstand und unser Wirtschaftswachstum. Und dann kommt es zum Schickedanz-Syndrom. Aber:
Schickedanz ist jeder von uns. Der eine mehr und der andere weniger. Die wahrlich Blinden und Ängstlichen unter uns, vermögen dies nicht zu erkennen.
Klar geht es allen Menschen so und nicht nur den Reichen, der einzige Unterschied ist, dass die Reichen, wie sie glauben, mehr zu verlieren haben.
„Hinter all unseren Motivationen stecken letztlich unsere Instinkte, die uns für „Überlebensförderndes Verhalten“ mit angenehmen Gefühlen“ belohnen“, und bei befürchteter „Lebensgefahr“ unangenehme Gefühle erzeugen. Dabei reagieren die Instinkte ausschließlich auf bestimmte einfache Reize und können die Situation nicht logisch hinterfragen“! (Auszug aus „Die Entstehung der Realität“). „Die einzigen Motivationen, die Menschen zum Handeln bewegen, sind das Erreichenwollen von angenehmen Gefühlen und das Vermeidenwollen von unangenehmen Gefühlen (und direkter Lebensgefahr). Alle anderen Ziele sind sekundär und lassen sich auf diese Primärmotivationen zurückführen“! (J. Starkmuth).
Die Menschheit hat, im Verlauf ihrer Entwicklung zwar riesige Fortschritte in Forschung und Technik gemacht, was der unglaublichen Komplexität unserer Gehirne und unserer Kreativität zuzuschreiben ist, hat dabei aber den grundlegenden Aspekt aus den Augen verloren oder schlicht vergessen, der uns all dies tun lässt und dabei geht es, wie bei den Neandertalern, im Grunde noch immer um so einfache Instinkte, wie der Erhaltung der Art und dem Schutz des eigenen Lebens. „Genau genommen sind wir nichts anderes, als Porsche fahrende Neandertaler, mit einem verfeinerten Kommunikationssystem, die sich auf Grund von Denkfehlern permanent in Schwierigkeiten bringen“!
Jetzt werden einige Leser, aufgrund einer solchen Aussage, sicher ungehalten sein, da sie es mit ihrem „Ego“ überhaupt nicht vereinbaren können, auf eine so „primitive Ebene“ reduziert zu sein, wenn sie jedoch einmal ihre Motivationen ehrlich hinterfragen, „ – Warum will ich dies, oder jenes jetzt erreichen“, dann werden sie immer auf die gleiche Grundmotivation stoßen, die da lautet, „ Weil es sich gut anfühlt“! Um unsere Grundlegenden Bedürfnisse zu befriedigen, bedarf es nicht mehr als Nahrung, Wasser und eine gut funktionierende Soziale Gemeinschaft, alles andere können wir, unseren „egomanischen Auswüchsen“ zuschreiben! Das klingt ziemlich krass, ist aber, im Grunde, die Wahrheit“ „Die globalen Probleme sind die Früchte des Ego, welches uns dazu bringt, uns als, von allem getrennte Einzelwesen wahr – zunehmen, was wir, definitiv nicht sind und je mehr sich dessen wieder Bewusst werden, desto größer ist die Chance, die globalen Probleme zu beseitigen “!
Auszug aus meinem zur Zeit entstehenden Buch!
"Wenn du einen Menschen glücklicher machen willst, dann füge nichts seinen Reichtümern hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen"! (Epikur) - philosophierte über das Glück: »Es kommt alles darauf an, dass Du, Mensch, der Du heute und hier lebst, glücklich lebst.«
Kiowa
Unter allen Fährten dieser Welt, zählt die am meisten, die zum WAHREN MENSCHSEIN führt !
Fakt ist: Unabhängig vom allgemein bewerteten Umstand, erleben wir unsere Emotionen irrational zur allgemeinen Meinung.
Das führt dazu, so irrational das klingt, dass jemand mit einem abgebrochenen Fingernagel ähnlich intensive Existenzängste erleben kann, wie jemand der den Arbeitsplatz oder seinen Lebenspartner verliert. Wir sind und bleiben irrationale Wesen! 97-99% unserer Entscheidungen erfoglen aus der Emotion heraus.
Egal wie sachlich und lange wir uns alle Argumente überlegt haben. Am Ende entscheiden wir aus der Emotion heraus. Siehe auch (Buchtipp): "Denken Hilft Zwar, Nützt Aber Nichts", vom israelischen Verhaltensökonomen Dan Ariely: http://www.amazon.de/Denken-hilft-zwar-n...s/dp/3426274299