Auf dem Weg stetig achtsamer und bewusster zu sein
Dieses Forum kann dabei behilfich sein, dass wir uns darin üben. Wenn wir vom Trennenden ab- und uns den Geimeinsamkeiten zuwenden, erleben wir andere Erlebnisse. Ich wünsche mir, dass wir uns hier in Augenhöhe begegnen und frei von Tabus mit den aufkommenden Themen befassen. Auf, dass wir uns auch hier zur Erkenntnis motivieren, dass die Änderung der eigenen Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen nachhaltigere Zufriedenheit generiert, als der Versuch der Änderung der Gedanken, Meinungen, Bewertungen und Handlungen Anderer. Vielleicht erkennen auch hier mehr Menschen, dass nicht Worte beleidigen, sondern, dass sich jeder - durch die eigene Interpretation der Worte eines anderen - selbst beleidigt. Ich wünsche mir, dass wir auch hier bewusster, geduldiger, ursächlicher, uns selbst und auch anderen Antworten geben/anbieten, wie auch selbständiger mit unserem Denken, Fühlen und Handeln und dem Denken, Fühlen und Handeln Anderer umgehen.
wohl gemerkt, es geht um den Geist, der uns ausmacht und nicht um die irreführende gleichnamige Bezeichnung unseres Intellekts!
Geist hat in diesem Sinne damit zu tun, was wir für möglich halten und wie wir uns dem, was unmöglich zu sein scheint annehmen und immer mehr für möglich halten.
Hier ein Ausschnitt eines Textteiles, den ich im Newsletter von Horizon erhalten habe:
Es ist die „Begrenztheit“ des Geistes der meisten Menschen in der westlichen Welt, die sie daran hindert, das zu erreichen, was sie wirklich wollen. Diese Antwort gab S. H. Shamarpa Rinpoche (ein bekannter Lama) auf die Frage, warum wir Menschen es uns mit unserer Realität manchmal so schwer machen. Dies verdeutlichte er mit einem einfachen Beispiel: Wir trainieren für Olympia, wir trainieren Menschen in Unternehmen, wir trainieren unseren Körper. Aber was ist mit unserem Geist? Erforschen wir die Grenzen unseres Geistes, unseres Denkens, unserer Vorstellungskraft? Weiter sagte er, er treffe sich oft mit Wissenschaftlern und diskutiert mit ihnen Fragen unserer Zeit. Dabei ergibt sich meistens die gleiche Situation: Die Wissenschaftler kommen mit ihren Ansätzen immer bis zu einem gewissen Punkt ihres Denkens gleich einer Schallmauer, an der sie nicht weiterkommen. Dort kann er ansetzen und weiter nach Lösungen suchen.
Wie ich schon gern gesagt habe:
"Beratung halten viele für unnötig, was dazu führt, dass sie nicht begreifen können, wie wichtig Beratung ist. Wer verstanden hat, dass jeder, der in sein Leben tritt ein Lehrer für ihn ist, begreift, was ich meine."
Liebe Grüße Axel
Weise ist, wer weiß, dass auch der Weise Momente hat in denen er nicht weise zu sein scheint.
Ich denke, also bin ich.------------------------------- ---------
Ich bin nicht unverschämt, nur weil ich manchmal sage, was ich denke. Ich bin nicht arrogant, nur weil ich manche Leute hasse. Ich bin nicht eingebildet, nur weil es mich oft nicht interessiert was andere über mich denken. Ich bin nicht verbissen, nur weil ich manchmal stur bin. Ich bin nicht ignorant, nur weil mir manches egal ist. Ich bin nicht intolerant, nur weil ich Abneigungen habe. Ich bin kein psycho-, nur weil ich manchmal depri bin. Ich bin nicht verschlossen, nur weil ich nicht alles jedem erzähle. Ich bin kein pseudo-, nur weil ich meinen eigenen style habe. Ich bin nicht schlecht, nur weil ich Macken & Fehler habe. Ihr meint, ihr kennt mich? Nur weil ihr meinen Namen kennt !
Ihr wisst NICHTS!
Unter allen Fährten dieser Welt, zählt die am meisten, die zum WAHREN MENSCHSEIN führt !
Das was du hier sagst,- "Wer verstanden hat, dass jeder, der in sein Leben tritt ein Lehrer für ihn ist, begreift, was ich meine."- erinnert mich an die Begegnung, mit einem sehr wichtigen Menschen, vor langer Zeit!
Er zeigte mir Ebenen, die mir bis dahin unbekannt waren und er berührte mein Herz - (ohne Drogen)! Er hat meinen Weg nachhaltig verändert und ich denke noch heute mit sehr viel Ehrerbietung an diesen Mensch!
Beste Grüße Kiowa
Unter allen Fährten dieser Welt, zählt die am meisten, die zum WAHREN MENSCHSEIN führt !
Lieber Axel, du schreibst: "Jeder, der in sein Leben tritt ein Lehrer für ihn ist, ..." Genau so sehe ich Leben eben auch und von daher hab ich ein richtiges Problem mit der Preistreiberei in Deutschlands Gefilden. Wenn zwei Menschen einander begegnen, gibt jeder Mensch und jeder Mensch hat die Möglichkeit anzunehmen, was gegeben wird. Nun verlangen aber die, die sich Coach oder BeraterInnen nennen oft horrende Summen Geldes, die die Anderen oft nicht geben können. Ein weiser Coach lernt auch vom Coachee ...
Damit das unterschiedliche Bewerten ein Ende hat, deshalb engagiere ich mich sehr intensiv für ein bedingungsloses Grundeinkommen für JEDEN Menschen weltweit. Es ist nicht so, dass eine Leistung mehr wert ist, als die andere, meine ich! Herzliche Grüße aus Berlin. Berthild
Schön, deinen ersten Beitrag in diesem Forum zu lesen. Der passt nicht so wirklich zum Thema, daher möchte ich deinen Beitrag gerne verschieben. Das möchte ich jedoch mit deiner Zustimmung machen. Was hältst du davon? Wie wäre es mit dem Bereich "Banken, Finanzen / Finanzkrise" oder dem Bereich "Wirtschaftswandel"?
Nun zu deinem Beitrag:
Da schneidest du drei interessante Themen an.
Preistreiberei ist unmöglich wenn sich niemand findet der die Preise bezahlt. Daher überlege ich seit Jahren öfter einmal eher in die Richtung: "Brauche ich das überhaupt?" und dann frage ich mich: "Welchen Preis ist es mir wert?". Dann schlage ich meinen Preis vor. Und wenn der Verkäufer den nicht mag, gehe ich wieder. Wenn er ihn mag, freuen wir uns beide, dass wir uns einig geworden sind.
Mich nervt es auch, dass manche "Coaches" meinen, anderen lediglich, gegen (sehr) viel, Geld Tipps geben zu können (wollen).
Daher denke ich: Finde die, die es anders machen. Denn auch davon gibt es genug. Da wird auf Vorschlagsbasis gearbeitet, auf Tauschbasis oder auch Ehrenamtlich.
Tolles Thema ist auch das Regiogeld, denke ich. Wobei der zweite Ansatz von dir nicht außen vor bleibt: unterscheidliche Bezahlung.
Ich frage mich auch, wie ich dazu beitragen kann, dass eine Stunde Arbeit stets gleich bezahlt wird. Doch das ist die Krux denke ich: "BEZAHLT". So bald es ums Zahlen und Bezahlen geht, geht es auch ums Werten und Bewerten. Aktuell wird der Wert üblicherweise noch immer überwiegend in finanziellen Renditen bemessen und weniger in sozialen und ökologischen Renditen.
Doch sehe ich auch, dass ein Wandel offensichtlich ist. Für mich zumindest.
So, wie du selbst, sind imer mehr Menschen auf dem Weg zum Thema Grundeinkommen. Manche sind auf dem Weg des Regiogeldes, andere auf dem Weg des Aufzeigens wieso unsere Wirtschaftssystem nicht anders funktionieren kann, als es aktuell funktioniert. Ich halte alle Themen für relevant. Wenngleich ich mich dem Thema Regiogeld noch nicht intensiver zugewandt habe, habe ich die Motivation dies in nächtser Zeit nachzuholen.
Liebe Grüße Axel
Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, der gerade verurteilt wird.
Liebe Axel, du schreibst, dass mein Beitrag nicht zum Thema passt, obwohl ich auf deine Worte eingehe ... Oben steht:
"Beratung halten viele für unnötig, was dazu führt, dass sie nicht begreifen können, wie wichtig Beratung ist. Wer verstanden hat, dass jeder, der in sein Leben tritt ein Lehrer für ihn ist, begreift, was ich meine."
Ich habe lediglich den zweiten Teil deines Satzes genommen und Hintergründe versucht, zu zeigen ...
Ich halte übrigens JEDE Beratung für ungut, weil im Grunde jeder Mensch weiß, was wichtig und richtig ist, um das Leben zu bewahren. Fragen mit einander zu sagen und Antworten gemeinsam zu suchen, das denke ich, brauchen wir.
Ich schreibe hier im Forum unter dem Namen "Kiowa" und habe gerade deine Anmerkung gelesen: "Ich halte übrigens JEDE Beratung für ungut, weil im Grunde jeder Mensch weiß, was wichtig und richtig ist, um das Leben zu bewahren".
Intuitiv sollte das jeder Mensch wissen, doch viele sind über ihrem tägl. Trott und den persönl. Problemen eingeschlafen und haben es verlernt, auf ihre Intuition zu achten.
Wenn diese nun nach einem Rückweg zu sich selbst suchen und dafür Hilfe in Anspruch nehmen möchten, da sie es aus eigenem Antrieb nicht schaffen, ist es völlig ok. unter die Arme zu greifen und weiterzuhelfen. Ob ich mich dafür bezahlen lasse steht auf einem anderen Blatt! Leider haben einige "Clevere" hier ein lukratives Geschäftsfeld entdeckt und nutzen das sehr skrupellos aus! Grundsätzlich ist gegen eine Bezahlung nichts einzuwenden, denn es wird eine Dienst- leistung angeboten und wenn diese jemand in Anspruch nimmt und bereit ist dafür etwas zu bezahlen, so ist das seine freie Entscheidung!
Das dein Artikel hier am falschen Platz ist, kann ich so auch nicht verstehen, denn du hast ja wirklich nur auf Axels Artikel geantwortet und bei nochmaliger Prüfung wird er das auch selbst feststellen
Ich hoffe meine Anmerkung bringt dir etwas, bis dahin - Gutes Leben und Kraft für Gute Gedanken
Kiowa
Unter allen Fährten dieser Welt, zählt die am meisten, die zum WAHREN MENSCHSEIN führt !
Ich denk es liegt daran, das wir Angst haben (vor dem Weg) und uns nicht trauen ihn zu gehen, da es sicherer ist, da zu bleiben wo wir sind!
Ich hab in den letzten Tagen verschiedene Vorträge von Thorwald Detlefsen gehört! Themen u.a.: Polarität und Selbstfindung! Mit dem Hintergrund was ich da gehört hab: es ist das ICH/EGO das uns nicht läßt! Es will nicht das wir weiter kommen! Jedes weiter kommen/mehr "zu uns finden" bedeutet für das ICH, ein Schritt näher in Richtung "Auflösung"! Ich meine damit: wer das "Selbst" gefunden hat oder das "All-Eine", "braucht" kein "ICH" mehr! "ICH" ist polar, es ensteht aus unseren momentanen polaritären Gedanken!
Achja, ein Blitzgedanke zwischendurch, ich will ihn mit aufnehmen: wenn nicht wir, wer sonst...?
Na, wie gut, dass keiner fragt, ob Hesse Recht hat. Verallgemeinerungen stimmen eher selten, denke ich. Es sei denn, sie erklären ein Naturgesetz völlig.
Doch sehe ich durchaus auch in dem Satz von Hesse ein Argument, wieso der Mensch oftmals eher einkaufen geht, bzw. seinen Geist sonstwie beschäftigt hält, damit er eher nicht in die Tiefen seiner selbst abtaucht, um unbequemen Fragen und Antworten auf den Grund zu gehen.
Liebe Grüße Axel
Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, der gerade verurteilt wird.
Erstmal so wenig: mir stehe ich vor allem hier im Weg, deshalb komm ich so selten. Ich schau hier nicht durch. Wenn ich auf meinen "Postlink" klicke, komme ich hier nur auf Umweg an. Wie ich einfach auf mehrere Sätze eingehen kann, krieg ich auch nicht wirlkich einfach hin ...
Diesmal hab ich die Fragen kopiert und mitgebracht ...
"Wieso stehen wir uns selbst im Weg?"
Hm, eigentlich ganz einfach: weil kein andrer Mensch auf unserem Weg im Weg stehen kann. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg vor sich ... Was hält mich davon ab, meinen Weg zu gehen? War die Frage so gemeint? Das ist ganz sicher sehr unterschiedlich, wir kleben am Gewohnten, an den Normen, die wir gelehrt wurden zu befolgen. Wir denken im "ICH" ...
Habt ihr dazu eine Antwort? Oder mögt ihr vielmehr noch aufzeigen, wie der Mensch lernt nützlicher zu sein? Ich merke, dass ich seit ich geschrieben bekam: "Jetzt geht es doch erst einmal darum, dass Sie sich verzeihen ..." Klack, hat es gemacht - den Anderen hatte ich verziehen, aber mir? Seit ich mit mir großzügiger sein kann, kann ich es auch mit den Anderen und das ist uns allen eine Wohltat, nützlich eben.
Ich freue mich, dass du es wieder einmal geschafft hast, hierher zu kommen. Und natürlich auch, dass du, obwohl du dir im Weg stehst die Gesetzmäßigkeiten zum Schreiben innerhalb dieses Forums zu erlrenen, geschrieben hast.
Auch mir war bis gerade nicht bewusst, wie "Zitate" der Vorschreibenden eingefügt werden. Hm...
In Antwort auf:Was hält mich davon ab, meinen Weg zu gehen?
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Was dich davon abhält deinen Weg hier zu gehen, könnte sein, dass du noch nikcht genug Interesse daran hast, dass du dich damit dahin führst, - dass du das Erlernte, was du früher brauchtest, um dich bei "Utopia" in Schriftform einzubringen loslässt - dass du offen und "neugierig", wie ein Kind, deinen Weg gehst.
Ich freu mich, dass dein Interesse jedoch so groß ist, dass du deine Aufgabe hier erklärst, so dass ich dir weiterhelfen kann.
"Zitat einfügen" - Das habe ich nun so gemacht: 1. oben rechst siehst du diverse Felder, die du anklicken kannst. Positionier einfach den Cursor der Maus darauf. Wenn du ihn ein wenig darauf ruhen lässt, öffnet sich ein Feld, in dem erklärt steht, wozu welches Feld dient. Wenn du eine Möglichkeit nuzten willst, klick das Feld an. Entweder öffnet sich ein weiteres Feld in dem du wieder eine Möglichkeit anklicken kannst, oder in deinem Textbearbeitungsfeld, in dem du den Text hier schreibst, erscheinen zwei Klammern "[]" in denen Buchstaben oder Worte stehen. Zwischen den Klammern blinkt dann der Cursor.
2. So fand ich gerade heraus, dass das Feld mit den Klammern "{}", fast in der Mitte angeordnet, zum Einfügen von Zitaten da ist. Das habe ich dann angeklickt. Darauf erschienen zwei Worte, ich glaub es war "quote", oder so, in jeweils zwei Mal den Klammern "[]", und dazwischen blinkte also nun der Cursor.
3. Dann habe ich in deinem Text eine Frage markiert, in dem ich den Cursor, die linke Mautaste haltend, vom Anfang bis zum Ende des Satzes bewegt habe, den ich in meinen Text einfügen wollte und habe die Maustaste dann losgelassen. Dieser Satz war nun farblich hinterlegt.
4. Danach habe ich mit der Tastenkombination "strg" und "C" (Copy) den Satz kopiert und mit "Strg" und "V" (?) den Satz in mein Textbearbeitungsfeld. - "Strg" und "X" ist übrigens zum Auschneiden (x-ray?). Einfügen geschieht wieder mit "Strg" und "V".
So, nun weiter zu deinem Beitrag:
In Antwort auf:Ich schau hier nicht durch. Wenn ich auf meinen "Postlink" klicke, komme ich hier nur auf Umweg an.
Dann kopier dir doch einfach dienachfolgend eingefügte Internet-Adresse und füge sie unter "Lesezeichen" - wenn du Firefox benutzt - oder unter "Favoriten" - wenn du den Windows Explorer nutzt" ein. - Wie das geht erkläre ich dir gerne, wenn du, vor deinem PC sitzend bei mir anrufst und ich mich dann ebenfalls vor den PC setze. Dann können wir das gemeinsam einfach und gemütlich durchgehen. - Interesse?
So wie ich die Welt sehe, hast du genau erfasst, worum es hierbei
In Antwort auf:Ich schau hier nicht durch.
für dich geht, denn du schreibst
In Antwort auf:wir kleben am Gewohnten, an den Normen, die wir gelehrt wurden zu befolgen.
Ich denke, dass es hier eher um das Schulen (ich werde geschult und schule andere) geht, was mehrheitlich der Bildung den Vorrang gegeben wird. Das überwiegende Geschult werden führt dazu, dass der der sich schulen lässt, eher auf die Hilfe im "Außen" zugreift, als die Hilfe im "Innen" zu finden - Und sich mit der Hilfe im Innen selbst zu bilden, während die Hilfe im Außen ihn schult/er sich schulen lässt.
Ich für meinen Fall erkenne mittlerweile lieber in meinen Schwierigkeiten meine Aufgaben, als dass ich einfach nur fühle und urteile. Je intensiver ich beim Wahrnehmen/ Befassen mit einer Aufgaben fühle, um so wichtiger erkenne ich das an, bei dessen Wahrnehmung ich fühle.
Fühle ich mich wohl, bin ich mir bewusst, dass ich mich schon zu meinem Wohl mit der Aufgabe befasse.
Fühle ich mich unwohl, bin ich mir bewusst, dass ich mich noch eher wenig zu meinem Wohl mit der Aufgabe befasse. Das ist für mich das Signal, die Herangehensweise zu überprüfen, um sie zu ändern, damit ich ab sofort anders mit dem Thema umgehe, als ich es bisher mache. Hintergrund: Unsere Gedanken, Beobachtungen und Handlungen aus der Vergangenheit haben wir genutzt, um zu einer Meinung zu kommen. Diese Meinung hat sich, mit Hilfe der Gefühlsintensität (starke Gefühle = wichtig) im Unterbewusstsein eingeprägt. Das Unterbewusstsein macht uns nun bei jedem Mal, wo es etwas registriert, bei dem wir intensiv gefühlt haben bewusst, dass da etwas ist, was uns seiner Meinung nach interessiert. - Dabei ist es ihm egal, ob wir uns erzürnt oder gefreut haben. Das Unterbewusstsein kann nur in der Intensität der Aufregung unterscheiden. Nicht aber in "gefällt" und "gefällt nicht", da es nur in Bildern und Emotionen orientiert ist.
Wenn du also den Eindruck hast,
In Antwort auf:...hier nicht durchzuschauen...
, dann kann das ein Signal für dich sein, dass entweder aussagt: "bleib weg" oder "beschäftige dich intensiver/anders damit".
Was es nun ist, erkennst du, wenn du dir dein entsprechendes Gefühl bewusst machst und intuitiv interpretierst. Bist du noch nicht so nah bei dir (bewusst in deinen Gefühlen), kann es hilfreich sein, anstatt nur einfach abzulehen, wenn du dich unwohl fühlst - was viele Menschen machen, wenn sie aus der Angst heraus denken, urteilen, bzw. handeln - das Experimentieren anzufangen. Im Sinne von: "Hm. Was geschieht wohl, wenn ich anders damit umgehe als ich es bisher tat?"
So bin ich mir und anderen nützlicher. Annehmen und ablehnen ist so einfach, um sich in die vermeintlich "sichere" Zone zu begeben. Doche denke ich, dass Anmgst dazu da ist, abzuklären, ob tatsächlich Gefahr für Leib, Seele oder gar dem Leben droht, oder ob es sinnvoll ist, dass Andere kennenzulernen, um es sich und ggfls. anderen zu Nutze zu machen.
Was mich abhält ist also meine Angst und das Festhalten an dem, was ich bisher überwiegend als "für mich wahr" einschätzte. Ich habe "für mich" bewusst unterstrichen. Zwar weiß ich, dass du, Berthild, dich damit auskennst, aber ein anderer Leser mag sich evtl nicht bewusst darüber sein, dass es immer unterschiedliche, sich nur scheinbar widersprechende, Wahrheiten gibt, die im Grunde ein Ganzes, nämlich beide Seiten einer Medaille ergeben.
In Antwort auf:...den Anderen hatte ich verziehen, aber mir?
Das ist etwas, um dass es, denke ich, im Wesentlichen geht. Der Mensch denkt oftmals, und scheinbar manchmal lieber, über andere nach, anstatt sich bewusst zu machen, dass der oder das andere, womit er sich befasst für ihn im Wesentlichen deshalb existiert, damit er sich über sich selbst bewusst werden kann.
So zerreißen sich manche das Hirn oder gar den Mund über andere/anderes, als es sich so zu Nutze zu machen, dass sie daran wachsen. Früher tat ich das viel öfter, als heute. Doch auch heute erwische ich mich immer wieder dabei.
"Mann, Idiot, kannste nicht aufpassen?" ist einer meiner "axel-ischen", entsprechenden Gedanken. Ich frue mich immer wieder darüber, wenn ich bemerke, dass immer schneller danach in Gedanken ein: "Ne, konnteste nich, sonst hättest du es ja anders gemacht. Namesté / alles Gute." folgt.
Noch immer bin ich durch mich selbst darauf konditioniert, dass ich mich über meine Unfreundlichkeiten anderen gegenüber ärgere, anstatt mich direkt über diese Haltung zu freuen, da sie mir aufzeigt, dass ich mich bewusst lieber freundlich geben möchte und nun eine Möglchkeit gefunden habe, an der ich das Üben kann.
Und da bin ich genau bei deinem Thema: Anderen verzeihe ich manchmal schneller, als mir selbst. - Ist also sinvoll mich zu ärgern, mich unwohl zu fühlen, weil ich dadurch erlebe, wie ich es mir und anderen unnötig schwer mache, weil ich glaube es besteht Gefahr für Leib, Seele oder Leben, obwohl faktisch keine Gefahr besteht.
Selbst wenn Gefahr bestünde, Säbelzahntiger oder herannahendes Auto "greifen an", kann mein vermeintlich negatives Gefühl, durchaus auch als positiv angenommen werden, weil es mich dazu führt gesund und munter weiterzuleben.
Wir haben jedoch mit der von uns freiwillig angenommenen und von anderen ausgerückten Unterteilung in "gute" und "schlechte" Gefühle uns immer dann davon abgelenkt, wozu unsere Gefühle da sind, wenn wir uns darauf konzentirert haben, ob es sich dabei um ein "gutes" oder ein "böses" Gefühl handelt.
Urteilen kann eben auch hinderlich sein, obwohl es andererseits im Grunde der Orientierung und des Wachsens/Werdens dient.
So.
Datt reicht nu.
War das eine Antwort in die Richtung, die du dir gewünscht hast, Berthild?
Liebe Grüße Axel
Weise ist der, der weiß, dass jeder Mensch Momente hat, in denen er seine Weisheit zum Ausdruck bringt. Auch der, der gerade verurteilt wird.